Nachträge zur Reformationsgeschichte Rostocks
Band 1
ISBN 978-3-938686-94-2
316 Seiten, Paperback
Erschienen: 01. 04. 2009
Ladenpreis: € 49.00
Die „Nachträge zur Reformationsgeschichte Rostocks“ führen die Arbeit der Forscher fort, die sich im 19. und frühen 20. Jahrhundert eingehend mit der Reformation in Rostock beschäftigt haben.
1959 hieß es im Lutherjahrbuch, über die Einführung der Reformation in Rostock würden eingehende Darlegungen nichts Neues mehr bringen, ihr Abschluss sei 1531 erfolgt.
Die Darlegungen der „Nachträge“, die jeweils mit einem Quellenanhang versehen sind, zeigen jedoch ein anderes Bild. Es hat Jahrzehnte gedauert, viele Kämpfe und seelische Verwerfungen gekostet, bis sich die Reformation in Rostock in Stadt und Universität durchsetzte.
Einige Beispiele sind: Joachim Lanthrider, Priester und Notar, erhob seine Stimme gegen die Missstände in den eigenen Reihen. Der evangelische Prediger Johannes Hennekin kehrte zum alten Glauben zurück. Joachim Kron, ein altgläubiger Patrizier bedrohte in der Kirche eine evangelischen Prediger mit einem Dolch. Im Nonnenkloster zum Heiligen Kreuz gab es weit mehr Versuche, die Nonnen zur Annhame des evangelischen Glaubens zu bewegen, als bisher bekannt war.
Unter denen, die auch über Rostock hinaus bekannt sind, gehören Schmedenstedt und Draconites. Heinrich Schmedenstedt (1542‒1548) hatte als Vertreter der Wittenberger Theologie einen schweren Stand an der Universität Rostock. Johannes Draconites (1551‒1560) konnte als solcher ungehindert wirken, aber nur solange, bis ihn der Rostocker Rat 1557 im Alleingang zum Superintendenten ernannt hatte. Beide mussten nach schweren Auseinandersetzungen die Stadt verlassen.
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